Chronik - MSC Freigericht

Direkt zum Seiteninhalt

Chronik

Verein

Chronik des Motor-Sport-Club Freigericht e.V im ADAC


Die Idee einen Motorsportclub zu gründen entstand im Fahrrad- und Motorradgeschäft Heinrich Trageser & Söhne in der Altenmittlauer Straße 3 in Somborn. Hier trafen sich die Motorsport-Begeisterten Männer und berieten, wie man einen Motorsportclub gründen könnte. Am 5.Mai 1950 wurde der Motor-Sport-Club in der Gaststätte "Zur Krone" (Gutmann) in Freigericht Somborn von 18 Männern gegründet. Nach der Suche eines geeigneten Namens einigte man sich auf den Namen Motorsportclub "Freigericht" und bewies damals schon Weitblick in die heutige Zeit hinein.

Schon früh erkannte man, dass ein Motorsportclub einer übergeordnetenOrganisation angehören muss, man führte zunächst Verhandlungen mit dem DMV (Deutscher Motorsport Verband) und später mit dem ADAC. Nach langen Diskussionen entschied man sich für den Beitritt zum ADAC. Bereits am 02.01.1951 erhielt der Motor-Sport-Club Freigericht von dem damaligen Vorsitzenden des ADAC Hessen Herrn Dr. Rasor die Bestätigung, dass er nunmehr in die große Familie des ADAC aufgenommen wurde, ab diesem Zeitpunkt wurde dem Clubnamen "im ADAC" hinzugefügt. Durch diesen Entschluss war es nun möglich motorsportliche Betätigung nach den Richtlinien der OMK (Oberste Motorradsport Kommission) und der ONS (Oberste Nationale Sportkommission für den Automobilsport) durchzuführen.

Die Beliebtheit von Oldtimerveranstaltungen wurde auch das Interesse beim MSC Freigericht geweckt, nach Übernahme von Wertungsprüfungen, DK und Bewirtungen der Teilnehmer reifte der Entschluss eine eigene Ausfahrt zu machen. 2001 erfolgte dann die erste „ADAC Spessart Classic“ mit 25 Teilnehmern. Bei strömenden Regen wurden die Teams auf die Strecke geschickt. Im laufe der Jahre entwickelte sich die Oldtimerfahrt "ADAC Spessart Classic" zu einem Zuschauermagnet, nicht zuletzt durch die Verlegung von Start und Le Mans Start zum Busbahnhof und in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein zum Herbstmarkt.




Im Jahr 1969 wurden mit dem AMSC Somborn, einem 2. Motorsportclub in Somborn, Verhandlungen geführt über eine Fusion beider Vereine. Man entschloss sich seitens des AMSC Somborn dem MSC Freigericht ab 01.01.1970 gesamt beizutreten und den Verein aufzulösen.

Die erste große Herausforderung wurde an den Club 1970 gestellt, als das Clublokal "Zur Krone" geschlossen wurde und ein neues gefunden werden musste. Nach vergeblicher Suche nach einem geeigneten Clublokal wurden wir vom Schützenverein Freigericht befristet in sein Vereinsheim aufgenommen, hier sei dem Schützenverein Freigericht nochmals gedankt. Jetzt reifte der Entschluss, gezwungenermaßen, ein eigenes Clubhaus zu bauen. Der damalige Vorstand unter dem Vorsitzenden Dr. Carl Th. Ott realisierte den Bau des Clubhauses. Die Gemeinde, damals noch Somborn, überließ dem MSC Freigericht ein Grundstück am Festplatz in Erbpacht, sodass der Grundstein am 01.04.1971 gelegt werden konnte.

Nach einer Bauzeit von nur 6 Monaten konnte am 09.10.1971 mit einer Einwehungsfeier das Clubhaus seiner Bestimmung übergeben werden. Finanziert wurde das Haus durch Bausteine von Mitgliedern und Geschäftsleuten, sowie durch Zuschüsse vom ADAC und der Gemeinde. Das Clubhaus wurde 2-mal erweitert: 1980 mit einer Werkstatt, Jugendraum und Lager und 1997 mit einer Garage und einem Heizöllagerraum.
Ein besonderes Anliegen des MSC Freigericht war immer schon die Verkehrsertüchtigung von Jugendlichen. Durch Fahrradturniere "Wer ist Meister auf zwei Rädern" oder heute "Wer wird Fahrrad-Champion?", die vom ADAC und heute von der Post AG gesponsert werden, werden die Jungen und Mädchen im Grundschulalter auf sicheres Fahrradfahren trainiert. Hier konnten Thomas Röll (links) 1972 in München deutscher Meister werden und Carmen Röll (rechts) erreicht 1973 die deutsche Vizemeisterschaft in Remscheid.
Ein Motorsportclub wäre nicht denkbar ohne echten Motorsport.

Bis zum Jahr 1952 wurden zunächst nur clubinterne Veranstaltungen wie Bildersuchfahrten, Orientierungsfahrten, Nachtfahrten, Auto-, Motorradturniere u.ä. ausgerichtet. Im Jahr 1952 begann man mit größeren Motorsportveranstaltungen, z.B. mit der "Spessart-Orientierungsfahrt", "Drei Burgen Fahrt" und viele andere Veranstaltungen. Hier ist zu erwähnen, dass diese Fahrten vorwiegend mit Motorräder ohne Beifahrer gefahren wurden. Nachdem sich die allgemeine finanzielle Lage Ende der 50 er Jahren verbesserte, besaßen immer mehr Clubmitglieder Personenkraftwagen und man führte neben den Motorrad- auch Automobilveranstaltungen durch. Auch hier wurden für die Autofahrer Bildersuchfahrten, Autoturniere und auch Fuchsjagden durchgeführt. Autoturniere wurden ab 1964 verstärkt mit dem "Autoturnierpokal Freigericht" veranstaltet und waren sehr beliebt.

Hervorgerufen durch die allgemeine gute wirtschaftliche Entwicklung konnten nun auch Mitglieder des MSC Freigericht am Automobilsport teilnehmen. Durch diese aktiven Fahrer mussten natürlich auch vom MSC Freigericht Automobilveranstaltungen durchgeführt werden, es handelte sich vornehmlich um Autoslaloms und Nachtorientierungsfahrten.

Die aktiven Fahrer beteiligten sich an nationalen und internationalen Rallyes mit Erfolg und belegten sehr gute Plätze. Für besondere Leistungen im Motorsport konnten einige mit Sport-abzeichen ausgezeichnet werden. Besonders zu erwähnen sind die Sportabzeichen in Gold für Bruno Höfler und sowie das Goldene Sportabzeichen für Werner Konrad. Für die langjährige Organisation von Motorsportveranstaltungen wurden Theo Schmitt 1973, Günther Böhner 1985 und Paul Seidl 2007 mit der Ewald Kroth Medaille in Gold ausgezeichnet.

                                    Brunno Höfler                                                                                Paul Seidel
Am 30. September 1956 wurde die erste ADAC Zuverlässigkeitsfahrt Freigericht für Motorräder durchgeführt. Diese Veranstaltungsart, die zuletzt auch Endurofahrt genannt wurde, konnte bis 1989 dreißigmal durchgeführt werden. Aufgrund von naturschutzrechtlichen Gesetzen wurde es immer schwieriger eine Genehmigung für diese Veranstaltungsart zu be-kommen. Ab 1990 wurden keine behördlichen Genehmigungen mehr erteilt, damit war eine Traditionsveranstaltung des MSC Freigericht gestorben.

In den Jahren zwischen 1975 und 1990 hatte der MSC Freigericht bis zu 15 aktive Endurofahrer, die sehr erfolgreich ihren Sport betrieben. 1983 konnte Manfred Peter trotz sehr starker Konkurrenz die Hessenmeisterschaft im Endurosport erringen. In den Jahren von 1966 - 1970 wurden zuerst im Gänsewald und später in der Sandgrube Müller zwischen Somborn und Neuses Motocross Rennen durchgeführt, wegen geringem Interesse bei der Bevölkerung wurden diese Rennen aus dem Motorsportprogramm genommen.

             Theo Schmitt/Bruno Roth                                                                Karl Huth/Werner Trageser
Nach dem Wegfall der Gelände- bzw. Endurofahrt wurde nach genehmigungsfähigem Motorsport gesucht. Mit befreundeten Motorsportclubs veranstaltete der MSC Freigericht 1995 die hessischen Endurotage, die sehr erfolgreich waren, aber durch Probleme mit geeigneten Sonderprüfungsstrecken musste diese Sportart eingestellt werden. Eine große Aufgabe war 1994 die Übertragung einer Wertungsprüfung an den MSC Freigericht bei der intern. Hessen Rallye.

Durch die große Beliebtheit am Kart Slalom führte der MSC Freigericht 1997 zum ersten Mal ein Vereins Kart Slalom durch, an den Mannschaften von Ortsvereinen teilnehmen konnten. Diese Veranstaltung erfreut immer noch alle Beteiligten und wird bis heute durchgeführt.
Die Beliebtheit von Oldtimerveranstaltungen wurde auch das Interesse beim MSC Freigericht geweckt, nach Übernahme von Wertungsprüfungen, DK und Bewirtungen der Teilnehmer reifte der Entschluss eine eigene Ausfahrt zu machen. 2001 erfolgte dann die erste „ADAC Spessart Classic“ mit 25 Teilnehmern. Bei strömenden Regen wurden die Teams auf die Strecke geschickt. Im laufe der Jahre entwickelte sich die Oldtimerfahrt "ADAC Spessart Classic" zu einem Zuschauermagnet, nicht zuletzt durch die Verlegung von Start und Le Mans Start zum Busbahnhof und in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein zum Herbstmarkt.
Jugendarbeit des MSC Freigericht

Ein großes Interesse wurde schon seit Gründung in die Jugendarbeit gewidmet, so gründete man schon 1954 eine Jugendgruppe und kaufte 1955 ein Go Kart für Trainingszwecke. Auch wurden in den 1960er Jahre zwei Trailmotorräder angeschafft, mit denen die Jugendlichen trainieren und Veranstaltungen fahren konnten. In den letzten Jahren wird der Kartsport betrieben. Hier konnten viele Jugendliche die ADAC Hessenmeisterschaft im Jugend Kart Turnier bzw. Jugend Kart Slalom Meistertitel erringen. Die erfolgsreichen Jugendlichen bei der Hessenmeisterschaft waren: Thomas Böhner 3x, Thomas Lotz 2x, Christopher Kabus 2x, Horst Kirchner 4x, Oliver Lach 2x, Mario Streb 3x, Harald Weigand und Stefan Michel.
Die jüngsten Erfolge der Jugendgruppe:
  • 2009
  • Sven Hinkelmann, Vizemeister im Kart-Slalom 2000 Cup sowie auch in der Hessenmeisterschaft
  • Lars Hinkelmann, Dritter im Kart-Slalom 2000 Cup
  • Martin Spieker, Ditter im Kart-Slsom 2000 Cup sowie Dritter in der Hessenmeisterschaft
  • 2010
  • Jan Dressler, Meister im Kart-Slalom 2000 Cup sowie Vizemeister in der Hessenmeisterschaft
  • Sandra Höfler, Meister(in) im Kart-Slalom 2000 Cup und Meister(in) in der Hessenmeisterschaft
  • 2011
  • Till Hassmer, Vizemeister im Kart-Slalom 2000 Cup und Meister in der Hessenmeisterschaft
  • Martin Spieker, Vizemeister in der Hessenmeisterschaft
  • 2012
  • Johannes Witt, Vizemeister im Kart-Slalom 2000 Cup und Dritter in der Hessenmeisterschaft
  • Lars Hinkelmann, Vizemeister im Kart-Slalom 2000 Cup und Dritter in der Hessenmeisterschaft
  • 2013
  • Felix Schöneich, Dritter im Karl-Slalom 2000 Cup sowie in der Hessenmeisterschaft
  • Florian Scheunert, Meister im Kart-Slalom 2000 Cup sowie in der Hessenmeisterschaft
  • 2014
  • Felix Schöneich, Dritter im Karl-Slalom 2000 Cup sowie in der Hessenmeisterschaft

Es ist sicherlich interessant, dass viele der heutigen Mitglieder frühere Jugendgruppenmitglieder waren und heute maßgebend das Clubleben bestimmen. Es zeigt sich somit, dass sich die Jugendarbeit auch für den Verein selbst lohnt.
Nicht nur Jugendarbeit und Motorsport werden beim MSC Freigericht groß geschrieben

Auch auf gesellschaftliche Veranstaltungen wird zur Pflege der Kameradschaft und Freude großen Wert gelegt. So sind das Käseessen am Karfreitag sowie Maiwanderung und Weihnachtsfeier als feste gesellschaftliche Veranstaltungen im Terminkalender verankert. Außerdem sind noch Grillfeste und Clubausflüge auf dem gesellschaftlichen Programm.
Der schon traditionelle Frühschoppen sonntags Morgen runden das gesellschaftliche Programm ab.
Die runden Geburtstage wurden natürlich auch ausgiebig gefeiert, zum 20 und 25 jährigen Bestehen des Clubs wurden große Feste auf dem Festplatz mit buntem Programm gefeiert. Es wurden, wie damals üblich, Künstler aus Funk und Fernsehen verpflichtet auch ein Beat Abend für die Jugend durfte nicht fehlen.

Das 50ste Jubiläum wurde mit einem Frühschoppen mit Guess Who, die schon als junge Musiker beim 20 jährigen gespielt hatten, mit sehr großem Erfolg veranstaltet.

Die kommenden Jahre werden sich sicherlich nicht leichter für den MSC Freigericht gestalten lassen, wir werden weiterhin auf die Jugendarbeit setzten, den Motorsport betreiben und das kameradschaftliche und gesellische pflegen.

Zuletzt geändert Aktualisiert am:
Zurück zum Seiteninhalt